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Rückblicke / Blog Drucken

Fahrt nach Meran am 16.Juli 2017 zur Lutheraustellung auf Schloss Tirol


Am 16. Juli fand eine Fahrt mit 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmern nach Meran statt, um die Ausstellung "Luther und Tirol" im Schloss Tirol zu besuchen.

Nach einer zum Glück staufreien und nicht gesperrten Autobahn (wegen Bombenentschärfung in Sterzing) kamen wir rechtzeitig in Dorf Tirol an. Nach einer halbstündigen Wanderung zum Schloss (zum Glück gab´s für Fußmarode einen Shuttlebus),  gab es dann eine ausgesprochen interessante Führung durch die Ausstellung.

Das Wetter war prachtvoll und so konnnte jeder/jede die Mittagspause in Meran nach Belieben gestalten.

Dann ging es zur Besichtigung des evangelischen Friedhof, wo einige berühmte Persönlichkeiten, wie z.B. Herzmanovsky-Orlando, ihre letzte Ruhestatt gefunden haben.


Nach einer von Pfr. Werner Geißelbrecht stmmungsvollen Andacht ging es wieder heim.
Es war ein gelungener, interessanter Sonntag, der sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.


Ein Dank an alle die zu dieser schönen Fahrt beigetragen haben.

Bilder der Reise finden Sie in der Bildergalerie...

 



Bericht über die Reise zu den Kaiserdomen

Freitag, 15. 07 2016 – Fahrt nach Bamberg und Aschaffenburg

Um 10 nach 6 sind die ersten noch verschlafenen Mitreisenden vor Ort, werden allmählich mehr und es stellt sich eine Atmosphäre der Vertrautheit ein.

Gewohnt sanft und zügig fährt uns Hannes ohne größeren Stau nach Bamberg, wo um 13 Uhr schon die Führung des Domes wartet.

Zuerst geht es durch die Gassen, den wunderschönen Fachwerkshäusern auf den Hügel zur Kirche.

Am großen Domplatz ein beeindruckender Blick über die Dächer, der alten Hofhaltung und der Neuen Residenz.


Der Dom hat einen tiefen Eindruck hinterlassen mit den beiden Chören, die einen liturgischen Hintergrund haben.

Die Mischform des Domes, der nach dem zweiten Brand neu gebaut wurde, hat mich beeindruckt, vor allem das Wissen, dass der Dom mehr oder weniger romanisch begonnen und jedes Joch bis zum Dach fertig gebaut wurde - hält die Konstruktion oder nicht -

und mit jedem Joch immer gotischer wurde und dadurch der Raum höher und schmäler wirkt. Der Bamberger Reiter, von Künstlern aus Reims geschaffen, bekannt und persönlich gesehen.


Trotz der aufgebauten Bühne im Hof der alten Hofhaltung entzückte mich das Ensemble von Fachwerkbauten, Balkonen, Stiegen und verwunschenen Winkeln. Wunderschön der Rosengarten.

Nach dem Mittagessen schlenderten wir vom Rathaus, mitten in der Pregnitz gelegen, am Flussufer entlang, bewunderten Kleinvenedig mit den windschiefen wunderbar gepflegten Fachwerkshäuser,

den Booten vor der Türe und stiegen dann in den Bus, um weiterzufahren. Statt im Stau zu stehen, wählte Hannes die Landstraße und wir lernten die Gegend kennen.

Ein Abendessen in einem uralten Gasthaus war ein genüsslicher Abschluss in Aschaffenburg. (Dr. Sibylle Tischler)




Samstag, 16. Juli  Fahrt von Aschaffenburg über Aachen nach Köln


Was nicht unwichtig ist auf einer Reise: wir wohnten in einem guten Hotel und genossen ein feines Frühstück. 382 km fuhren wir an diesem Tag von Aschaffenburg über Aachen nach Köln.  

Bei Koblenz überquerten wir den Rhein und kamen auf die linke Seite des Rheins. Während der Fahrt haben wir uns einander vorgestellt mit Namen und was bewegt hat, diese Reise anzutreten.


Dann Aachen: Die Stadt ist bekannt für ihre bis in die Jungsteinzeit zurückreichende Geschichte. Vorbei am Stadttheater, den Elsenbrunnen ging unser Weg zur Pfalzkapelle,
dem heutigen Dom. Karl der Große ließ den Zentralbau und das Westwerk gegen Ende des achten Jahrhunderts als Kern seiner Pfalzanlage errichten.

Wir besichtigten den Dom, darin der Aachener Königsthron, ein gewaltiger Leuchter, den Friedrich I., genannt Barbarossa gestiftet hat.

 

Anschließend Besichtigung der Schatzkammer.

Diese gehört zu den bedeutendsten Kirchenschätzen der Welt und wurde mit dem Dom in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen.

Weiterfahrt nach Köln.

Einchecken im Hotel Park Inn. Am Abend fuhren viele von uns in die Stadt, um die „Lichter von Köln“ zu sehen. Tausende Menschen hatten sich am Ufer des Rheins und den Gaststätten versammelt.

Beinah besinnlich genossen wir mit den Vielen den Blick auf die beleuchtenden Schiffe, die Ruderer und das gigantische Feuerwerk -  ein Zeichen, dass friedliches Zusammensein unter den Menschen möglich ist. (Elisabeth Schatz)


Sonntag 17.07.2016 Besichtigung von Köln und Weiterfahrt nach Trier


Am Sonntag besuchten wir um 09:00 Uhr im Kölner Dom die Messe in der Marienkappelle (Tafelaltar von Stefan Lochner). Der Dom ist dem heiligen Petrus geweiht.

Begonnen wurde der beeindruckende Bau im 13. Jh (Gotik) und – nach Jahrhunderte langem Baustopp – im 19. Jh (Neugotik) vollendet. Leider blieb wenig Zeit zur Besichtigung des Doms, da bereits im Hauptschiff ein Hochamt begann.

Bei einer kurzen Stadtführung sahen wir den Heinzelmännchen Brunnen, das alte Rathaus, den alten Markt und den großen St. Martin..



Nach einem Mittagsimbiss ging es weiter nach Trier

Dort hörten wir am späten Nachmittag im Dom ein Konzert (Chaconne a-moll für Orgel von Joh. N. David, Symphonie Nr. 8c-moll von Anton Bruckner) anlässlich der Eröffnung des Mosel Musikfestivals.
Dr. Lisbeth Lass


Montag, 18. Juli Besichtigung von Trier, Weiterfahrt

Wohl ausgeruht schlendern wir am nächsten Tag zur Besichtigung in den Dom, genießen den großen Platz davor.

So eine Wirtschaft! Vor dem Dom haben sie einfach kaputtes Baumaterial liegen lassen. Die Ausrede ist, dass die kaputte Säule vom Teufel hingeschmissen wurde. In Wirklichkeit hat da die Völkerwanderung ihre Spuren hinterlassen.

Vier Granit-Säulen trugen die Ecken der damalig nur an der Stelle der Vierung befindlichen Kirche und sind im Feuer zersprungen. Es waren halt ein paar Teufel mehr, die da gewütet haben.

Die Schönheit des Domes kommt erst hervor, wenn man den Hauptplatz überquert und den Blick zurück wendet.

Flankiert von runden Türmen mit kegeligem Dach, springt ein erst später angebauter mächtiger Rundbau ins Auge, eher an eine Burganlage erinnernd.

Der Eindruck wird noch verstärkt durch den für uns ungewohnten Wechsel von Sandsteinblöcken mit rotem Buntsandstein, aus dem die Bögen über den Eingängen bestehen und die in zwei Rechtecktürme übergehen, die den mittigen Rundbau an der Front flankieren.

Alsbald wenden wir uns der Konstantinbasilika zu, die eigentlich nie eine Basilika war und es auch nicht ist.

Aus architektonischer Sicht wohl zum Glück. Schon von außen imponiert der hohe, auffallend rote Ziegelbau von besonderer Größe und Schlichtheit, aber wohlproportioniert mit fast ebenso hoher runder Apsis.

Auch dieser Bau war den Bomben zum Opfer gefallen und wurde aus etwas anderen, farblich identen Ziegeln, als die immer noch in den unteren Mauerteilen vorhandenen Ziegeln der Römerzeit, wieder aufgebaut. Es ist heiß.

Da bis 10 Uhr geschlossen ist, nutzen wir die Zeit für einen kurzen Gang zum daneben befindlichen kurfürstlichen Schloss und genießen den Schatten der ausgedehnten Gartenanlagen und die Kühle der Beregnungsanlagen.

Innen imponiert die Konstantin Basilika, ehedem Audienzhalle der römischen Kaiser aus dem im 4. Jahrhundert, durch ihre eindrucksvolle Ruhe und Schlichtheit in ausgewogener Proportion und mit einigen modernen Gegenständen.

Hier könnte man länger bleiben.

Leider müssen wir weiter. Es hätte ja noch mehr zu sehen gegeben und gerne wär ich doch durch die Porta geklettert und hätte einen Blick ins Amphitheater geworfen.

Die Porta nigra ist ein imposantes, schwarzes Gebäude aus riesigen, formgerecht behauenen und zu Bögen wohlgefügten Steinen.

Nur eine Pforte mit Toren war es nie, erzählen die unfertigen Steine im Torbereich.
Die Porta hatte gar nie ein Tor wie der Name vorgibt. Dafür hat die Porta nigra einmal als Kirche gedient und sich damit den Abriss in turbulenten Zeiten erspart.

Zu Römerzeiten erbaut, muss sie weithin sichtbar demonstriert haben, dass hier das Römerreich beginnt. Und die Schwärze ist auch nicht von schlechten Eltern.

Was die Witterung an Schwärze nicht geschaffen hat, hat ein Brand vollendet, zumindest auf der Nordseite.

Denn auf der anderen Seite ist der Stein nicht ganz so schwarz. Da wurde später einmal daran gebaut. Alles in allem mit seinen großen Bögen und seiner harmonischen Gestalt ein eindrucksvoller, hoch aufragender, einzigartiger Bau.

Und damit ist Trier für uns Geschichte.
(Dr. Herwig Spiteller)

So machten wir uns auf den Weg zu einer Weinverkostung in der berühmten Moselgegend.

Auch nicht schlecht!

Das findet man nicht immer: eine echte Weinprinzessin und Weinbauexpertin mit Studienabschluss und hübsch auch noch. Trockener Riesling, feinherb und lieblich – es wurde eifrig gekostet und gekauft.

Und weiter ging´s mit einem Mittagsstopp in Bernkastel-Kues, einem reizenden Städtchen, direkt an der Mosel mit mittelalterlichen Giebelfachwerkhäusern.

Nikolaus Cusanus wurde hier 1401 geboren.

Zwar gab´s schon leichte Ermüdungserscheinungen, aber während uns Hannes – unser Busfahrer – die Gegend länger genießen ließ als ursprünglich gedacht (fein und schön war´s), haben wir uns alle erholt und Worms besucht.


Der Dom St. Peter in Worms ist der kleinste der drei rheinischen Kaiserdome (Speyer und Mainz). Seit 1925 ist der Dom eine päpstliche „basilika minor“ Die Verleihung dieses Titels bedeutet eine besondere Bindung zu Rom. Zu erkennen ist dies am Schirm in den Papstfarben neben dem Altar.

Wunderschön auch die Nikolauskapelle mit ihrem Taufstein. Die ursprüngliche Nikolausreliquie ging verloren, es konnte aber Ende des 20.Jhd. eine Neue beschafft werden. Und der Dompfaff zwitscherte uns entgegen!

Zur Erinnerung an den Reichstag zu Worms, bei dem Martin Luther seine 95 Thesen verteidigte, wurde ein Denkmal errichtet, welches wir, als ökumenische Gruppe, natürlich sehen mussten. Es war eindrucksvoll!

Obwohl wir nun wirklich sehr, sehr müde in unserem Hotel in Bad Dürkheim angekommen sind, machten sich doch ein paar unentwegte nach einem herrlichen Abendbuffet auf die Suche nach dem bekannten Riesenfass. Der Wein hat jedenfalls geschmeckt!

Dienstag, 19. Juli Fahrt von Bad Dürkheim nach Speyer

Speyer: Judenhof und Dom

Die Weisen von Speyer: Auf dem Judenhof stehen zwei von ihnen, in Bronze gegossen. Sie „begrüßen“ uns am ersten Schwerpunktziel dieses Tages unserer Reise. Im 12. Und 13. Jahrhundert haben sie versucht, in der Talmudschule ihren Mitgläubigen (göttliche) Weisung für ein gutes Leben im Alltag mitzugeben. Ob es ihnen gelungen ist?

Die Christen haben den Juden das Leben nicht gerade leicht gemacht. Einerseits gerufen, der Stadt zu wirtschaftlicher Blüte zu verhelfen, andererseits gehasst und vertrieben.

Um 1500 verliert sich ihre Spur. In den ältesten noch sichtbaren Synagoge-Überresten Mitteleuropas, im nahezu unverändert erhaltenen unterirdischen Ritualbad (erstmals 1126 erwähnt) und im kleinen Museum können wir dem Schicksal der Juden nachsinnen.

Und dann der Dom von Speyer, unser zweites Schwerpunktziel an diesem Tag. Der größte aller Kaiserdome Deutschlands, zugleich die größte erhaltene romanische Kirche der Welt. Geschaffen von Regenten, für die Größe ein Zeichen der Macht war, Regenten, die sich z. T. sogar als Stellvertreter Gottes auf Erden fühlten.


Die mächtige Architektur, die klaren Strukturen, das Fehlen jeglichen künstlerischen Schnickschnacks lassen innehalten und schauen, schauen, schauen. - Fast überwältigend. Wäre da nicht die große Krypta und direkt unterhalb des Altars die Grablege der salischen Kaiser und ihrer königlichen Nachfolger. Die Gräber erinnern unerbittlich daran: Alles Irdische ist vergänglich. Und der Altar darüber: In Jesus Christus ist unsere Vergänglichkeit besiegt.
Franz Stocker

Mittwoch, 20.7. 2016 Fahrt nach Rothenburg ob der Tauber

Wie schnell doch diese Tage vergangen sind! Tage voller Eindrücke von imposanten Domen, von den Geschichten des Entstehens der Bauwerke. Fahrten durch wunderschönen Landschaften, vorbei an Rhein und Mosel mit den vielen Weinbergen – und den köstlichen Weinen.

Die vielen Ortschaften mit den Fachwerkshäusern, die zum Verweilen einladen.
Unser letzter Stopp war Rothenburg ob der Tauber, eine mit Stadtmauer und Stadttoren mittelalterliche Stadt.

Besonders zu erwähnen ist die evangelische St. Jakobskirche, als gotische Basilika im 14. Jhd. erbaut, mit dem Heilig-Blut-Altar des Bildhauers Tilman Riemenschneider.

Ein letzter Blick auf einen Turm mit Störchen sagt uns: Kommt doch wieder!

So möchte ich ein großes Danke an unsere Reiseführerin Agnes Aufreiter, die mit ihrem Wissen viel zum Erfolg der Fahrt beigetragen hat.

Ein Danke an unseren Busfahrer Hannes, der immer wusste wie einem Stau auszuweichen ist und uns sicher an die verschiedenen Orte  und wieder nach Hause brachte.

Und ein Danke an alle Mitreisende, die in diesen Tagen für ihr rücksichtsvolle Miteinander. So macht Reisen Freude!

Gerlinde Busse

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Bildungsfahrt nach Schärding, Rainbach und Linz 18./19.6.2016


Schärding am Inn nennt sich die schönste Barockstadt – sie war das erste Ziel dieser Wochenend-Fahrt des Evangelischen Bildungswerks. Als wir die Barocke „Silberzeile“ entlangspazierten, schlossen sich alle diesem Urteil an. (Übrigens wird in diesem Jahr „700 Jahre Schärding“ gefeiert – entsprechend strahlen die Fassaden.)


Erfreulicherweise blieb diesmal der Inn in seinem Bett, sodass wir das Denkmal für Leonhard Kaiser am Innufer besuchen konnten, der dort im Jahr 1527

wegen seiner lutherischen Lehre als Ketzer verbrannt worden ist.


Johannes – der Rufer in der Wüste“ war der Titel der diesjährigen „Rainbacher Evangelienspiele“. Sein „Kehrt um, ändert euch!“ ging durch Mark und Bein.


Die Aufführung im Theaterstadel von Dr. Friedrich Zauner - getragen von professionellen Schauspielern und Kindern und Erwachsenen aus der Umgebung,

begleitet von Instrumenten und einem jungen Chor - hat alle beeindruckt, natürlich besonderes die „Erstlinge“. Alte Hasen (vor allem Häsinnen) fanden allerdings,

frühere Aufführungen wären mehrschichtiger gewesen.


Anschließend hat Professor Zauner, Autor und „Vater“ der Evangelienspiele, sich noch Zeit für uns genommen und Einblick in das Werden seiner Leidenschaft für die Bibel gegeben.

In der „Kirche am Stein“ feierten wir am nächsten Tag mit Ediana Kumpfmüller, der künftigen Schärdinger Vikarin, den Sonntagsgottesdienst zum Thema „Richtet nicht!“


Im Sonntagsevangelium war vom Splitter im Auge des Nächsten und dem Balken im eigenen Auge die Rede – genau das hatten wir auf einem Fresko am Haus gegenüber dem Rathaus gesehen …


Am Sonntagnachmittag ging es dann die Donau hinunter über die „Schlögener Schlinge“ nach Linz – mit seinen Museen und renovierten alten Gebäuden immer einen Besuch wert.


Im Bus hat uns Dr. Werner Schwarz immer wieder auf die geologischen Besonderheiten der Strecke aufmerksam gemacht und die Entstehung der heutigen Landschaftsformen erklärt.

Auf der Rückfahrt waren sich die 37 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig: In diesen zwei Tagen hat sich unser Horizont deutlich erweitert.


Bernd Hof


Fotos von Bernd Hof, Friedl Murauer und Werner Schwarz finden Sie hier

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Auf den Spuren Martin Luthers mit dem Evangelischen Bildungswerk in Tirol und der Ökumenischen Initiative Tirol


Früh am Morgen des 31. Juli 2015 starteten 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmer um sich „Auf den Spuren Martin Luthers“ zu begeben.

Im Folgenden berichten einige Mitreisende (ohne Titel und Konfessionsangabe) über ihre Eindrücke.


Fridrich Blindow:


Unsere erste Station auf den Weg nach Erfurt war Nürnberg. Sie hat als erste der freien Reichsstädte in Deutschland 1525 die Reformation eingeführt. Die Stadtbesichtigung in Nürnberg begann mit einem Besuch der gotischen Lorenzkirche, die seit der Reformation als evangelische Kirche in Nürnberg genutzt wird. Besonders beeindruckend das 19m hohe Sakramentshaus aus Sandstein und die Holzplastik „Englischer Gruß“.


Das Denkmal Albrecht Dürers und ein Blick auf sein Wohnhaus aus dem 16. Jahrhundert waren weitere Höhepunkte des Stadtrundgangs. Luther hat die damalige Medienstadt Nürnberg als „das Auge und Ohr Deutschlands“ bezeichnet. Mit ihren 21 Druckereien und dem massenhaften Druck von Luthers Flugschriften hat Nürnberg wesentlich zur Verbreitung der Reformation beigetragen.


Nach dem obligatorischen Genuss Nürnberger Rostbratwürstchen mit Sauerkraut wurde die Reise zu unserem zweiten großen Ziel nach Erfurt fortgesetzt.



Michael Gruber:


Am 2. Tag begann die Stadtbesichtigung von Erfurt mit dem ehrfürchtig-erhebenden Hochsteigen der Stufen zum Mariendom und der Kirche St.Severi. Zwei Kirchen mit einer einzigartigen religiös-architektonische Aura, die jeden in ihren Bann zog. Weiter ging die Route am Rathaus vorbei zur „Krämerbrücke“, die wir uns auch abends bei einem Glas Bier, bzw. Wein von einer anderen Seite anschauen konnten.



Danach war das Augustinerkloster unser Ziel, wo wir vom Klosterleben und der Ausbildung Martin Luthers erfahren und erahnen konnten. Am Nachmittag besuchten wir zwei bemerkenswerte Burganlagen, die Friedrichsburg in Schmalkalden und die Johanniterburg in Kühndorf.


Franz Stocker:


Am 3. Tag ging die Fahrt nach Eisenach. Im Bus: Musik von Bach, vertonte Texte von Martin Luther. Obwohl Katholik, entschließe ich mich, den evangelischen Sonntagsgottesdienst in der Georgskirche mitzufeiern. Unweigerlich steigt in mir Ärger über die Spaltung zwischen der evangelischen und katholischen Kirche auf.

Die Lesung aus dem Brief der Philipper macht klar:



Würden wir wirklich Gott als den Schatz unseres Lebens schlechthin suchen – und zwar gemeinsam, wären wir in der Ökumene schon viel weiter als jetzt. Die Musik ist ein ungemein starkes einigendes Element, das es zu nützen gilt, geht es mir beim Besuch des Bach-Museums durch den Kopf.

Beim Rundgang durch die Wartburgwird in mir, die aus meiner Sicht nach wie vor fatale Geschichte der Kirchenspaltung „handfest“ lebendig. Das Luther seine „Gefangenschaft“ auf der Wartburg zur Übersetzung der Bibek nutzte, löst in mir Bewunderung aus.


Sibille Tischler:

Angenehm und pünktlich starteten wir am 4. Tag mit dem Bus nach Eisenach. Während der Fahrt verkürzten Erzählungen über die verschiedenen Herrscherdynastien und die Vermehrung ihrer Einflussbereiche unsere Zeit. Die Besichtigung des Geburtshauses Luthers eröffnete mir die Welt, aus der er kam – der tüchtige Vater, aber auch die schwere Arbeit im Kupferabbau.


Die helle Taufkirche St. Petri, die heimelige Andreaskirche, der Weg durch malerische Gassen zur Annakirche mit dem ehemaligen Augustinerkloster, ließen mich Geschichte atmen.

Gerne wäre ich auf der Fahrt nach Leipzig am süßen See mit seiner Seeburg geblieben.


Die Führung durch Leipzig, die ich anders als beim ersten Mal erlebt habe, bekannt und neu zugleich, war so witzig und wortgewaltig, dass wir fast alle … aufgewacht sind. Die Besichtigung des Auerbachs Keller und das typische Thüringer Essen – Sauerbraten mit Klöße – schlossen den Tag würdig ab.


Michael Plank


Der 4. Tag: Wittenberg beeindruckt durch die ständige Präsenz Martin Luthers. Schon die Universitätskirche empfängt die Stadtbesucher mit ihrem augenfälligen Turm, und die Stadtpfarrkirche verbindet „alt und neu“ in Architektur und Malerei durch das „Abendmahl“ von Lukas Cranach dem Älteren.


Das Museum in Martin Luthers ehemaligem Wohnhaus schildert ausführlich Geschichte und Geschichten rund um Familie, Tätigkeit und Umfeld des Reformators. Die ganze Stadt lässt die Zeit der Reformation mit ihren Menschen vor dem geistigen Auge erwachen; sie ist allemal einen langen Besuch wert.


Gerlinde Busse


Den Abschluss unserer Reise bildeten am 5. Tag verschiedene Konzerte in Ansbach. Die überaus reizvolle Stadt lud zu einem Bachfestival ein. Singen in der Johanniskirche und weitere Konzerte wurden besucht und entsprechend genossen. Aber auch ohne Bachwoche ist Ansbach eine Reise wert.

Unser Busfahrer Hannes von den Natterer Reisen empfahl uns auf der Heimfahrt noch einen Stopp in Ulm um das Münster zu besichtigen. Ich empfand es noch als i-Tüpfchen unserer Reise.

Die ökumenische Gruppe – evangelisch und katholisch, eine Mitreisende gehört der Neu-Apostolischen Kirche an, hat die Reise zu den wichtigsten Städten der Reformation, den Weg den Luther und dann die evangelische Kirche näher gebracht.


Vielleicht gibt es ein Wiedersehen im nächsten Jahr mit Besuch der Kaiserstädte Trier, Worms, Speyer, Aachen und/oder einer Reise nach Sizilien.


Bilder zu unserer Reise finden Sie in der Bildergalerie..




Fahrt nach Rainbach, Schärding und Braunau 22./23.6.2013

„Von Jakob, Josef und seinen Brüdern“

war der Titel der diesjährigen „Rainbacher Evangelienspiele“. Und damit kam die wohl lebendigste biblische Novelle (1. Mose/Genesis 25-50) auf die Bühne.


Dieser Nachmittag wird sicher jedem von uns in besonderer Erinnerung bleiben. Wie da professionelle Schauspieler und Dorfkinder zusammenspielten, der junge Chor Gefühle unterstrich, die Musik – modern, aber auch für Laien nachvollziehbar – Handlung und Personen begleitete; und zwischendurch geht die Bühnenrückwand auf und die Landschaft spielt mit …:


All das, um uns diese Menschen, ihr Schicksal, ihren Glauben und ihre Zweifel nahezubringen. Ja, das hat wohl jede und jeden von uns persönlich berührt.


Rainbach ist ein kleines Dorf neun Kilometer östlich von Schärding.


Dort hat der Schriftsteller Dr. Friedrich Zauner auf eigenem Grund einen Theaterstadel mit etwa 300 Plätzen errichten lassen und führt seit über 10 Jahren jedes Jahr sein neues Stück über Gestalten der Bibel auf.


Nach der Vorstellung nahm Dr. Zauner sich noch Zeit für uns. Er sagte , er sei von der Bibel fasziniert, und tatsächlich bemüht er sich nahe am Text zu bleiben. Sein Anliegen sei, die Menschen zur Bibel und die Bibel zu den Menschen zu bringen.


Am Abend wanderten noch einige von uns durch die Barockstadt Schärding, die vor kurzem wegen der Überschwemmung in allen Medien war. Man sieht es der Stadt fast nicht mehr an:

Die meisten Häuser unten am Inn sind schon frisch gestrichen, Ufer und Straßen vom Sand befreit. Aber mittendrin riesige Container mit dem, was von Möbeln, Böden, Existenzen übriggeblieben ist: 10 Meter hoch war der Inn da, bis weit in den ersten Stock war das Wasser in vielen Häusern gestanden.


Den Sonntagsgottesdienst feierten wir zusammen mit den Schärdingern in der evangelischen „Kirche am Stein“.


Glückliche Fügung:

Die alttestamentliche Lesung dieses Sonntags war der Schluss der Josefsgeschichte: „Ihr gedachtet es böse zu machen, Gott aber gedachte es gut zu machen …“. Die Kollekte war natürlich für die Hochwasseropfer bestimmt. Anschließend waren wir zum evangelischen Gemeindefest eingeladen.

Im Pfarrgarten aßen, tranken, redeten und diskutierten wir, bis es Zeit war, aufzubrechen.


Braunau war unser letztes Ziel.

Pfarrer Jan lange führte uns durch die wunderschöne Altstadt mit den alten Häusern in ganz verschiedenen Stilen und wusste so manche Hintergrundgeschichte zu erzählen, auch über den Anteil der Protestanten an der Geschichte und dem Leben dieser Stadt am Inn.

Auch die Probleme um „Führers Geburtshaus“ brachte er uns nahe. Auf der Rückfahrt hatten wir viel zu bedenken und auszutauschen.

Übrigens: Juni 2014 geht es in Rainbach um Tamar (1. Mose/Genesis 38).


Die Fotos dieser Reise finden Sie in der Bildergalerie...


Fritz Obermeiers Gedanken dazu finden Sie hier


Bernd Hof



20. Oktober 2012 - Lutherweg in und über Innsbruck




Es war einer dieser letzten sonnigen, angenehmen Tage, bei denen man sich nicht sicher ist:

Noch Spätsommer oder schon Frühherbst? Das bunte Laub, das unseren „Lutherweg 2012“ optisch prägte, gab die Antwort.


18 Damen und Herren versammelten sich um 14 Uhr beim Goldenen Dachl und hörten von Frau Dr. Astrid von Schlachta - sie war dafür von Regensburg gekommen -, dass genau hier am 15. Februar 1536 der Täuferführer Jakob Hutter auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden ist. (Die Täufer sind der radikale Flügel der Reformation, lehnten Gewalt und Privateigentum ab.)


Nachdem wir (wie wahrscheinlich Luther auf seiner Rückreise aus Rom im Jahr 1511) den Inn überquert hatten, informierte uns Frau von Schlachta in groben Zügen über den Lebenslauf Martin Luthers, und Dr. Clemens Plangger, unsere „Stimme Luthers“, las einige Lutherzitate über seine Zeit als Mönch.


Die nächste Station war Schloss Büchsenhausen, das schon zu Luthers Zeiten ein bedeutender Ansitz war, und bei dem damals einige der „Schwarzen Mander“ gegossen worden sind.


Frau von Schlachta erläuterte den Anlass und den vermutlichen Verlauf der Reise Luthers nach Rom und zurück.


Bernd Hof wies darauf hin, dass fast alle Details dieser „Romfahrt“ hypothetisch sind, und Clemens Plangger las das einzige Lutherzitat über Innsbruck: „Innspruck parva est, sed aequalibus aedeficiis composita, ac si esset una continua domus“ – Innsbruck ist klein, aber es besteht aus gleichförmigen Häusern, als ob es ein fortlaufendes Haus wäre.


Nach kurzem Halt bei der Weiherburg (Wohnsitz von Anna Adler, der evangelischen Mutter von Philippine Welser) gab der Judenbühel Frau von Schlachta Gelegenheit, Luthers Stellung zu den Juden darzulegen; auch in dieser Hinsicht wurde er im Alter leider immer mehr ein Kind seiner Zeit.


Anschließend gingen wir zum alten Judenfriedhof am Fuß des Judenbichls über dem alten „Hohen Weg“, den Luther möglicherweise gegangen ist.


In der Christuskirche hörten wir abschließend einige grundlegende Sätze Luthers über seinen Glauben und Zitate aus seinen letzten Briefen an seine Frau sowie die letzten Sätze, die er in Eisleben am 16. Februar 1546 – zwei Tage vor seinem Tod - geschrieben hat, endend mit den Worten: „Wir sind Bettler, das ist wahr.“


Bilder zu dieser Veranstaltung finden Sie hier...


22. – 24. Juni 2012:  Bildungsfahrt


Evangelisches Oberösterreich – Katholisches Niederbayern


Zunächst besuchten wir Tirolerinnen und Tiroler die Muttergemeinde Salzburg-Christuskirche. Pfarrer Mag. Tilmann Knopf brachte uns mit seiner PowerPoint-Präsentation Geschichte und Leben der Gemeinde nahe. Beeindruckend auch die Baustelle von Pfarrhaus, neuem Gemeindesaal im Souterrain und Labyrinth.


Weiter ging‘s zur „Großmutter“ Rutzenmoos – „back to the roots“. In Rutzenmoos lernten wir im Museum die besondere Geschichte und Gegenwart der Evangelischen in Oberösterreich unter Führung des Ehepaares Eichmeyer lebendig kennen.


In Schärding am Inn trafen wir uns beim Bergwirt (ganze 20 Höhenmeter am Hang, die Tiroler schmunzelten) mit dem Kurator und anderen Schärdinger Gemeindegliedern, die uns von den Problemen (die Gemeinde umfasst das ganze Innviertel mit nicht einmal 1 % Evangelischen), aber auch von den Zukunftsprojekten ihrer Gemeinde erzählten.


Passau, Schärding und Rainbach sind die Stichworte für Samstag, 23.: Studentenpfarrer Dr. Gereon Vogel und führte uns durch die Altstadt von Passau in „seine“ Matthäuskirche.


Wir erfuhren, dass die Toleranz in Bayern viel später Einzug hielt als in Österreich. Interessant auch die stärkere Pfarrer-Zentriertheit der lutherischen Gemeinden und die geringere Gemeinde-Autonomie.


Weiter ging es zum Dom. Die Fassade ist schon beeindruckend, aber das barocke Innere erschlägt unsereinen geradezu: Gold, Licht, Kunstwerke – alles zur höheren Ehre – ja, wessen?


Überall die Namen der bauenden Erzbischöfe und Stifter, und über dem Portal die größte Kirchenorgel der Welt. Zum Glück waren wir schon um 11.30 Uhr da, denn zum Konzertbeginn um 12 Uhr waren alle (gut 1000) Plätze besetzt.


Die Domorganistin stellte ihr Können und die Vielseitigkeit dieses Instruments (aus den Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts) beeindruckend vor, und das Plenum zum Schluß ließ das Zwerchfell mitschwingen. Ecclesia Catholica triumphans!

Am Nachmittag stand eine Führung durch die barocke Altstadt von Schärding auf dem Programm, deren emotionaler Schwerpunkt der Gedenkstein für Leonhard Kaiser, den Märtyrer der Reformationszeit, war.


Der Abend brachte dann den Höhepunkt der Fahrt: Die Rainbacher Evangelienspiele mit „König David“. Rainbach ist ein kleines Dorf etwa 10 Kilometer östlich von Schärding.

Dort hat der Schriftsteller Dr. Friedrich Zauner auf eigenem Grund einen Theaterstadel mit etwa 300 Plätzen errichten lassen und führt seit 10 Jahren jedes Jahr ein neues Stück über Gestalten der Bibel auf.

Er sagt, er sei von der Bibel fasziniert, und tatsächlich bemüht er sich nahe am Text zu bleiben. Für die Hauptrollen holt er renommierte Berufs-Schauspieler, Nebenrollen und Statisten sind mit Leuten aus der Nachbarschaft besetzt.


Die jeweils neu komponierte Musik überschreitet manchmal die Grenzen der Tonalität und unterstreicht wirksam die Handlung. Und wenn zwischendurch die Bühnenrückwand aufgeht und die dämmerige Landschaft hereinspielt…

Nach der Vorstellung stand Dr. Zauner uns noch fast eine halbe Stunde Rede und Antwort, sprach von den Anfangsschwierigkeiten und von seinem Anliegen, die Menschen zur Bibel und die Bibel zu den Menschen zu bringen.


Bei der Rückfahrt nach Schärding meinten einige, sie würden sich 2013 „Josef und seine Brüder“ nicht entgehen lassen

Den Sonntagsgottesdienst feierten wir zusammen mit den Schärdingern in der evangelischen „Kirche am Stein“, der anschließende Kirchenkaffee bot Gelegenheit zu weiteren Gesprächen.


Dann ging es nach Burghausen, zur „längsten Burg der Welt“ – sie liegt in einem Inn-Knie und ist tatsächlich fast einen Kilometer lang. Dort gibt es einen „Liebenwein-Turm“, benannt nach Maximilian Liebenwein, der dort viele Sommer zugebracht hat; er war ein bekannten Maler und Vater des langjährigen Innsbrucker Pfarrers Wolfgang Liebenwein.


Die letzte Station war Altötting mit dem Zentrum des Niederbayrischen Katholizismus: Der kleinen Marienkapelle. Das Innere ist schwarz von Jahrhunderten Kerzenrauch und Weihrauch, ständig knien Gruppen von Rosenkranzbeterinnen andächtig vor der kleinen, geschwärzten Marienstatue, und außen ist der Umgang über und über mit zum Teil höchst originellen Votivtafeln bedeckt.


Keine Frage, es waren drei sehr dichte Tage im „Evangelischen Oberösterreich und Katholischen Niederbayern“. Unser junger Busfahrer, der am Programm voll teilnahm, sagte zum Schluss: „So viel wie in den drei Tagen hab ich in acht Jahren Religionsunterricht nicht mitbekommen.“ Ja, so eine Bildungsfahrt kann es in sich haben!


Bernd Hof


P.S. zur Statistik: Die Gruppe bestand aus 18 Personen, 16 aus Tirol und 1 Ehepaar aus Wien.

 

Bilder zu dieser Bildungsreise finden Sie in der Bildergalerie.


 

Bericht über die Fahrt vom 26. Mai 2012 zu den Gedenkfeiern

„175 Jahre Vertreibung der Evangelischen Zillertaler“


Mit einem vollbesetzten Bus aus den Innsbrucker Gemeinden nahmen wir an den Gedenkfeiern „175 Jahre Vertreibung der Evangelischen Zillertaler“ in Schwendau und Mayrhofen teil.

Unterhalb der Burgschrofenkapelle wurde ein Gedenkstein enthüllt. Es waren viele Nachfahren der Vertriebenen aus Deutschland, sogar aus Chile und Australien gekommen, und auch viele Zillertaler, um die gemeinsame Geschichte zu bedenken und ein Zeichen der Versöhnung zu setzen.


Beim ökumenischen Gottesdienst konnte man besonders durch die gemeinsame Predigt der Bischöfe Manfred Scheuer und Michael Bünker den ökumenischen Geist der Gegenwart spüren, aber auch die Verantwortung, die unsere Generation für heute hat.

Die Ungerechtigkeit der Vertreibung aus Gewissensgründen soll nicht nur auf einem Gedenkstein im Zillertal ausgedrückt bleiben, sondern ebenso eine Erinnerung und Mahnung in unseren Herzen sein, uns fortlaufend für Gerechtigkeit und Versöhnung einzusetzen.

Gernot Candolini


Einen weiteren ausführlichen Bericht finden Sie hier...


Bilder zu dieser Gedenkfeier finden Sie in der Bildergalerie.


Bericht über die Bildungsreise nach Irland vom 19. bis 26. Mai 2012


Woran denken Sie, wenn Sie „Irland“ hören?


Grüne Insel“ – richtig: Es gibt fast keinen Wald, aber die meiste Zeit sind wir durch hügeliges Weideland gefahren, meist zerteilt durch Lockerstein-Mauern und bevölkert von zahllosen Schafen.


Nebel und Regen“ – grundsätzlich vorherrschend, aber nicht für uns: Eine Woche Trockenheit, zweite Wochenhälfte (für Tiroler Verhältnisse) sommerliche Temperaturen, ich bin nur knapp an einem Sonnenbrand vorbeigekommen: Kaum zu glauben!


Saint Patrick“: Dieser Missionar aus dem 5. Jahrhundert ist bis heute eine wichtige Identifikationsfigur für die Iren. Die Insel ist voll von Patrick-Gedenkstätten, einige haben wir besucht. Und die Neu-Christianisierung Europas nach der Völkerwanderung ist von den Klöstern der Insel ausgegangen. Selbst ihre Ruinen sind noch beeindruckend.


Protestanten gegen Katholiken“: Eine jahrhundertelange grausame Geschichte, war leider bis vor kurzem blutige Realität, wir sahen noch den 12 Meter hohen „Friedenszaun“ in Belfast und ein paar Graffiti in (London-)Derry.

Im Ganzen ist es aber ruhig im Land, sagte unsere Führerin Edith. Und die Grenze zwischen der Republik Irland (Euro, katholisch) und dem zum United Kingdom gehörigen Nordirland (Pfund, vorwiegend protestantisch) merkt man daran, dass die Entfernungen im Süden in Kilometer, im Norden in Meilen angegeben werden. Linksverkehr herrscht ja auf der ganzen Insel.


Überhaupt unsere Guide Edith - mit ihr hatten wir das große Los gezogen: Kenntnisreich, kommunikativ, humorvoll, sehr gutes Deutsch, hat sie uns ihre Heimat nahegebracht und sich weit über ihren Job hinaus für uns engagiert – bis dahin, dass sie mit Ossis „Geburtstagsgruppe“ durchs Kneipenviertel von Galway gezogen ist.


Überhaupt die Iren: Aus der Literatur kennt man sie als depressive Alkoholiker. Wir haben sie als freundliche, fröhliche, musikalische Leute erlebt. Man könnte am Abend meinen, man wäre in Spanien – wäre da nicht die Sprache: Vom Irischen Gälisch verstanden wir kein Wort, vom Irischen Englisch wenigsten hie und da etwas. Aber wir haben uns gut unterhalten, auch mit den Eingeborenen.


Wir 21 „Freunde der Grünen Insel“ waren ja in der Nordhälfte Irlands unterwegs. Wir haben die finstere Geschichte, das dunkle Guiness-Bier und den milden Whiskey (!) kennen und die Landschaft und die Menschen lieben gelernt. Manche meinten zum Schluss, sie würden wiederkommen.


Bilder zu dieser Bildungsreise finden Sie in der Bildergalerie.


Bernd Hof


Bericht vom 18. 1. 2012

 

Unter dem Titel: Zukunft der Kirche(n) – Kirche(n) der Zukunft


lieferten sich am 18. Jänner im Innsbrucker Haus der Begegnung Hon.-Prof. Dr. Michael BÜNKER, Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich, und Univ.-Prof. Dr. Józef NIEWIADOMSKI, Katholisch-Theologische Fakultät der Universität, ein ökumenisches „Freundschaftsspiel“.


160 Sportsfreundinnen und Sportsfreunde sorgten für gute Stimmung. Eingeladen hatten das Haus der Begegnung und das Evangelische Bildungswerk in Tirol.


In seinem Grußwort erinnerte der Innsbrucker Bischof Dr. Manfred Scheuer an das Wort von Karl Rahner, dass der Christ der Zukunft ein Mystiker sein wird oder nicht mehr sein wird.


Dieses Zitat kam an diesem Abend immer wieder vor. Und Superintendentin Mag. Luise Müller betonte: Kirche zu sein ist nicht immer einfach und klar, ganz egal, in welcher konfessionellen Ausprägung.

Die Frage nach in der Zukunft der Kirchen stellt ganz klar implizit die Frage nach der Ökumene – zumal für Evangelische in Tirol.


Eine leicht gekürzte Mitschrift finden Sie unter Bericht 01 eine stark gekürzte unter  Bericht 02

 

Bernd Hof


Bericht vom Bibeltag am Samstag  4. Feber 2012


Am Sa 4. Feber fand in Innsbruck der Diözesane Bibeltag zur Offenbarung, dem letzten Buch der Bibel, statt.

Prof Konrad Huber verstand es, die Scheu vor diesem Buch zu nehmen und die große Heilsbotschaft darzulegen.

In Gruppen beschäftigen sich die 135 Teilnehmerinnen mit den sieben Sendschreiben (Offb 1-3) und großen Heilstexten (Offb 7,9-17 und 21,9-22,5)


Bilder aus der berühmten Bamberger Apokalypse siehe Homepage:


http://www.johannesoffenbarung.ch/bilderzyklen/bamberger.php


und Musikstücke aus dem Oratorium „Das Buch mit den sieben Siegeln“ von Franz Schmidt zeigten die große Wirkungsgeschichte des letzten Biblischen Buches in der Kunst und Musik.


Das Thesenblatt von Prof Konrad Huber finden sie auf: www.dibk.at

Dr. Franz Troyer



Weitere Berichte aus den Jahren 2004 bis 2011 finden sie nachfolgend als PDF Dateien hinterlegt:


9.12.2011 Das Labyrinth

 

Geschichte und Deutung eines Menschheitssymbols

Diavortrag mit Gernot Candolini


Gernot Candolini führte am 9.12. im Rahmen eines Diavortrags in das Labyrinth als Menschheitssymbol ein.


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Bilder zu dieser Veranstaltung finden Sie in der Bildergalerie


Weitere Informationen auf der Homepage von Gernot Candolini:

Labyrinthe.at


17. – 24. September 2011   Das andere Kärnten

eine gemütliche Bildungswoche


Was ist das Besondere an unserem südlichen Bundesland? Das Interesse an dieser Frage hat 18 Personen zum Rojachhof, in die Kärntner Landesausstellung in Fresach, zum Gottesdienst nach Trebesing und ins Römermuseum Teurnia geführt. Und zehn Leute blieben noch die ganze Woche. Wir haben es nicht bereut.


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16. 9. 2011 „Umstrittene Toleranz in Tirol“


150 Jahre Norbert Pfretschner und das Protestantenpatent

Interreligiöses Gebet, Vorträge und Podiumsdiskussion in Jenbach


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18. 6. 2011    Nößlachtag


Daß das Nößlachjoch einmalig ist, wissen alle, die schon einmal dort waren. Aber WIE einmalig es ist, das wurde den Teilnehmern unseres „Nößlachtages“ am 18. Juni vor Augen geführt:


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26.3. 2011   Fahrt ins Frühlingstal


Das Evangelische Bildungswerk in Tirol hat am 26. März eine Bildungsfahrt ins Frühlingstal bei Kaltern veranstaltet.


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19. 10. 2010  Bildungswerk hat neuen Vorstand


Das Evangelische Bildungswerk in Tirol hat einen neuen Vorstand. Die Hauptversammlung wählte am 19. Oktober Mag. Bernd Hof, Innsbruck, zum Vorsitzenden, Dr. Werner Schwarz, Stams, zum Schriftführer und Dipl.-Ing. Friedrich Blindow zum Kassier.


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15.-21. 6. 2005  Wir waren bei den Waldensern


33 Tirolerinnen und Tiroler aus Innsbruck und Umgebung, dazu eine Kärntnerin: Das war die Gruppe, die vom 15. bis 21. Juni mit Pfarrer Hof im Süden unterwegs war.


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21. – 23. 5. 2004  Wir waren in Ravenna


Ein Bus voll Tiroler aus Innsbruck und Umgebung, dazu eine Niederösterreicherin und ein Salzburger – wir waren eine bunte Gesellschaft, die wir am Freitagmorgen nach Fronleichnam von der Christuskirche aus nach Süden fuhren.


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